Vom führenden System über die Datenmigration bis zum Go-Live: der ehrliche Ablauf eines ERP-Projekts – und die vier Punkte, an denen es in der Praxis hakt.
Was kostet ein Onlineshop 2026? Shopify, Shopware & Co. im Vergleich

Die ehrliche Antwort auf die Frage „Was kostet ein Onlineshop?“ lautet: Es kommt darauf an – aber nicht auf das, worauf die meisten schauen. Nicht die Lizenz entscheidet über dein Budget, sondern alles, was drumherum passiert. In diesem Artikel zerlegen wir die Onlineshop Kosten in ihre echten Bestandteile, vergleichen die aktuellen Lizenzpreise von Shopify und Shopware (Stand: Juli 2026) und zeigen dir die Posten, die in Angeboten gern untergehen.
Onlineshop Kosten bestehen aus fünf Blöcken – nicht aus einem
Wer nur auf den Monatspreis der Plattform schaut, plant am größten Teil der Kosten vorbei. Realistisch setzt sich dein Budget so zusammen:
- Plattform-Lizenz: die monatliche Gebühr für das Shopsystem selbst.
- Setup & Design: Theme, Struktur, Kategorien, Inhalte, Rechtstexte.
- Individualentwicklung: alles, was dein Shop kann, was Standard nicht kann.
- Schnittstellen: ERP, PIM, Zahlungsanbieter, Versanddienstleister, Buchhaltung.
- Laufender Betrieb: Hosting, Updates, Sicherheit, Support, Weiterentwicklung.
Block 1 kannst du in zwei Minuten googeln. Bei Block 2 bis 5 trennt sich seriöse Beratung von Wunschdenken – und genau dort entstehen die Zahlen, die dein Projekt am Ende wirklich prägen.
Lizenzkosten 2026 im Vergleich
Shopify
Shopify ist ein gehostetes System: Server, Updates und Sicherheit sind im Preis enthalten. Die Tarife (Stand Juli 2026, bei jährlicher Zahlung):
- Basic: 25 €/Monat (monatliche Zahlung: 36 €) – Transaktionsgebühr 2,1 % + 0,30 €
- Grow: 66 €/Monat (monatlich: 105 €) – 1,8 % + 0,30 €
- Advanced: 289 €/Monat (monatlich: 384 €) – 1,6 % + 0,30 €
- Plus: ab 2.100 €/Monat – 1,3 % + 0,30 €
Wichtig: Die Transaktionsgebühren sind kein Nebenschauplatz. Bei 30.000 € Umsatz im Monat reden wir je nach Tarif über einen dreistelligen Betrag – jeden Monat. Wer nur Grundgebühren vergleicht, rechnet sich den falschen Tarif schön.
Shopware
Shopware fährt zweigleisig. Die Community Edition ist kostenlos und Open Source – du brauchst dann aber eigenes Hosting und jemanden, der Updates und Sicherheit übernimmt. Die kommerziellen Editionen (Stand Juli 2026):
- Rise: ab 600 €/Monat
- Evolve: ab 2.400 €/Monat
- Beyond: individuelle Konditionen
OXID und WooCommerce
Beide sind im Kern quelloffen: Die Software kostet nichts, die Enterprise-Varianten von OXID laufen über individuelle Angebote. Auch hier gilt – der Lizenzpreis von null verschiebt die Kosten nur, er senkt sie nicht.
Welches System zu dir passt, haben wir im Vergleich von Shopware, Shopify und OXID ausführlich aufgedröselt.
Der teuerste Denkfehler: „kostenlos“ ist nicht günstig
Bei einem Open-Source-Shop zahlst du keine Lizenz. Du zahlst stattdessen für:
- Hosting, das zur Last deines Shops passt – Shared Hosting für 5 € reicht dafür nicht.
- Updates, die jemand einspielen und testen muss, bevor sie live gehen.
- Sicherheit: ein ungepatchter Shop ist ein Datenschutzvorfall mit Vorlaufzeit.
- Erreichbarkeit, wenn Samstagabend die Kasse klemmt.
Das ist kein Argument gegen Open Source – wir bauen selbst viel auf Shopware. Es ist ein Argument dagegen, diese Posten aus der Rechnung zu streichen, nur weil sie nicht auf der Lizenzrechnung stehen.
Die Kostenblöcke, die in Angeboten gern fehlen
Datenmigration. Wenn du von einem bestehenden Shop kommst, müssen Produkte, Kategorien, Kunden, Bestellungen und vor allem die URL-Struktur mit. Wird die Migration der Rankings vergessen, kostet dich das nach dem Relaunch echten Umsatz – nachzulesen in unserem Beitrag zur Migration von Shopware 5 auf 6.
Schnittstellen. Der Punkt, der Projekte am zuverlässigsten sprengt. Sobald Lagerbestände, Preise und Bestellungen zwischen Shop und Warenwirtschaft laufen sollen, wird aus „Shop aufsetzen“ ein Integrationsprojekt. Wie so etwas abläuft, beschreiben wir auf unserer Seite zur ERP-Anbindung.
Rechtssicherheit. DSGVO-konforme Einwilligungen, saubere Rechtstexte und seit dem 28. Juni 2025 die Anforderungen des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes für B2C-Shops. Das nachträglich einzubauen ist teurer, als es von Anfang an mitzudenken.
Inhalte. Produktbilder, Beschreibungen, Kategorietexte. Kein Shopsystem der Welt füllt sich selbst – und schlechte Produktdaten kosten dich Conversion und Sichtbarkeit gleichzeitig.
Zahlungsgebühren. Siehe oben: laufender Prozentsatz auf jeden Euro Umsatz.
Einmalprojekt oder Abo – zwei Wege, dasselbe zu bezahlen
Klassisch läuft ein Shopprojekt so: Du zahlst eine größere Summe vorab für die Umsetzung, danach eine kleinere für den Betrieb. Der Nachteil ist offensichtlich – das Investitionsrisiko liegt komplett bei dir, bevor der erste Euro Umsatz geflossen ist.
Wir machen es anders herum: keine Einmalkosten, dafür eine monatliche Rate mit Mindestlaufzeit. Konkret und ohne Sternchen:
- Website: 0 € einmalig, ab 29 €/Monat inklusive Hosting, Mindestlaufzeit 12 Monate, danach monatlich kündbar – Details auf Website erstellen lassen.
- Shopware-Migration: 0 € einmalig, ab 110 €/Monat inklusive Hosting, Updates, Support und Weiterentwicklung, Mindestlaufzeit 36 Monate. Alles dazu unter Shopware 5 auf 6 migrieren.
Der genaue Preis hängt von Größe und Anforderungen deines Shops ab – das klären wir vorher, nicht in der ersten Rechnung. Und ja: Über 36 Monate gerechnet ist ein Abo nicht automatisch billiger als ein Einmalprojekt. Es verteilt das Risiko nur anders, und für die meisten Mittelständler ist genau das der entscheidende Unterschied.
Wie du zu einer belastbaren Zahl kommst
Bevor du Angebote vergleichst, beantworte diese vier Fragen:
- Wie viele Produkte und Varianten hast du – und woher kommen die Daten?
- Welche Systeme müssen mitspielen? ERP, PIM, Buchhaltung, Versand, Marktplätze.
- B2C, B2B oder beides? Kundenspezifische Preise und Freigabeprozesse ändern den Aufwand grundlegend.
- Was passiert nach dem Livegang? Wer pflegt, wer aktualisiert, wer ist erreichbar?
Angebote, die ohne Antworten auf diese Fragen eine Zahl nennen, sind keine Angebote. Es sind Schätzungen, die später nachverhandelt werden.
Fazit
Die Lizenz ist der kleinste und am leichtesten vergleichbare Teil deiner Onlineshop Kosten. Entscheidend sind Schnittstellen, Datenqualität und der laufende Betrieb – also genau die Posten, die sich schlecht in eine Tabelle pressen lassen. Wer dir ohne Rückfragen einen Festpreis nennt, hat entweder Puffer eingerechnet oder wird nachfordern.
Du willst wissen, was dein konkreter Fall kostet? Wir schauen uns deinen Ist-Zustand an und sagen dir ehrlich, was geht – auch wenn die Antwort lautet, dass dein aktuelles System noch zwei Jahre trägt. Buch dir ein kostenloses Erstgespräch oder melde dich über unser Kontaktformular. Wenn du in der Region sitzt: Wir sind als Digitalagentur bei Bonn und Shopify Agentur für Köln auch persönlich vor Ort.